Deurne

Deurne ist eines jener Dörfer, die sich schon seit vielen Jahrhunderten in ‚De Peel’ finden lassen. Im Jahre 721 schenkt ein gewisser Herelaef dem Erzbischof von Utrecht Willibrord Güter und Hörige in Deurne. Von diesem historischen Augenblick erzählt uns eine Kopie aus dem 12. Jahrhundert des luxemburgischen Liber Aureus Epternacensis (das Goldene Buch von Echternach).Rund 1850 wird Deurne bekannt durch einen verborgenen Schatz: den Torf. Dieser Fossilbrennstoff aus einem Gemenge von kohlenstoffreichen, im Wasser unvollständig zersetzten Pflanzenteilen ist in großen Mengen vorhanden und kann zu vielerlei Zwecken in der Industrie so wie zu Hause verwendet werden.

Die Zweite Kammer der Generalstaaten der Niederlande gibt 1845 ihre Einwilligung zu dem Bau einer Eisenbahnlinie Vlissingen-Venlo. In der Nähe von Deurne führt diese Linie quer durch ‚De Peel’. Das erregt das Interesse des sogenannten  Kapitals für diesen Raum, denn diese Eisenbahnlinie bietet prima Perspektiven für den Torftransport. „Das schwarze Gold aus ‚De Peel’“ findet seinen Weg durch Europa und Deurne entwickelt sich zu einem Millionenparadies, weil sich gerade hier die Moorlagen, die äußerst reich an Torfschichten sind, befinden. Im Laufe des 20. Jahrhunderts wird der Torfabbau in wirtschaftlicher Hinsicht immer weniger interessant, wodurch die Nachfrage nach Torf und dessen Produkten allmählich abnimmt.

Heutzutage tragen Landwirtschaft, Gartenbau, Viehzucht, Industrie, gute Schulen und eine prima medizinische Versorgung  bei zu der Überzeugung Deurne sei eine Gemeinde, wo  man angenehm  leben, wohnen, arbeiten und sich erholen kann.

Auch Künstler fühlten sich im vorigen Jahrhundert in dieser blühenden Gemeinde recht zuhause. Der Künstler Gerrit van Bakel, Maler wie Otto van Rees und Hendrik Wiegersma (letzterer war übrigens hauptberuflich Arzt), Schriftsteller wie H.N. Ouwerling, Antoon Coolen und Toon Kortooms haben in Deurne gelebt und gearbeitet. Nicht nur durch die Anwesenheit vieler Künstler, sondern auch durch ein äußerst variiertes Angebot an Sehenswürdigkeiten, historischen Gebäuden, kulturellen Veranstaltungen erhielt Deurne den Ruf, es sei, Deurne Palet van De Peel.